|
 |
OSTSCHWEIZ |
Die Ostschweiz umfasst die Kantone Zürich, Schaffhausen und Graubünden.
Das Terroir der Ostschweiz wurde vom Gletscher geprägt - die Reblagen
befinden sich vorwiegend auf Schuttkegel und molassehaltigen Böden.
Es werden vorwiegend Blauburgunder, RieslingxSylvaner als auch alte
Sorten wie Completer und Räuschling angebaut. Berühmt ist Schaffhausen
für die Gemeinde Hallau und deren Beerliwy. Der Kanton Schaffhausen
verfügt über ein AOC Reglement.
Hans Schlatter
Mit dem Wissen, dass ein exzellenter Wein aus gesunden
Trauben entsteht, beginnt für den Winzer Hans Schlatter die
Kunst des Weinemachens. Nationale und internationale Auszeichnungen
sind das Ergebnis jahrelanger Qualitätsbestrebungen. Die Entwicklung
des Familienbetriebes geht auf das Jahr 1890 zurück, als Georg
Schlatter mit dem Trauben-Aufkauf und der zentralen Eigenkelterung
begann. Sein Sohn Robert führte die Aktivitäten in Rebbau
und Traubenverwertung weiter und investierte 1945 in eine neuzeitliche,
sehr leistungsfähige Kelterei. 1962 übernahm Hans Schlatter
die Verantwortung und gab dem Betrieb sein heutiges Gesicht. Im
Herbst 1989 trat Sohn Stefan als Geschäftsführer in die
Firma ein.
 |
BERN |
Im Kanton Bern wird einerseits am Bielersee und anderseits Thunersee
Wein angebaut. Der Bielersee zählt zu der bekannten Region der 3
Seen. Die Reben sind an den steilen, der Sonne zugewandten, Jurahängen
angebaut. Trouvailles gibt es am Bielerseeufer zuhauf, und sie sind
von faszinierender Vielfalt. Nebst den klassischen Sorten Chasselas
(Gutedel) und Pinot noir (Blauburgunder) vinifizieren hier die vielen
Winzerfamilien mit unermüdlicher Passion auch zahlreiche Spezialitäten
und Raritäten. Am Thunersee sind die Weinbaugenossenschaften
von Spiez und Oberhofen bekannt für Tradition und Qualität.
Werner K. Engel
Jakob Engel kann als Gründer des Weingutes Engel am Bielersee
bezeichnet werden. Das Haus hat eine bewegte Geschichte hinter sich
und die Tradition ist allgegenwärtig. Heute führt Werner
Konrad Engel in sechster Generation den Betrieb.Trotz des langen
geschichtlichen Hintergrundes blickt das Weingut Engel nicht nur
zurück, sondern auch in die Zukunft. Mit grossen Investitionen
wurde 1991 mit Beginn der Betriebsübernahme durch Werner Konrad
Engel der Weinkeller komplett modernisiert, um mit der Weinqualität
den Ansprüchen der Konsumenten von heute gerecht zu werden.
Mit Kaltgärung zu bouquetbetonten und fruchtigen Chasselasweinen,
so lautet die Philosophie von Werner Konrad Engel im Keller. In
den Reben soll eine hervorragende Qualität aus gesundem Traubengut
produziert werden und dies unter möglichst naturnahen Bedingungen.
Begrünte Böden verhindern Erosion und somit Verlust wertvollen
Bodens. Eine vernünftige Düngung führt den Reben
nur die benötigten Nährstoffe zu, ohne einen übermässigen
Ertrag zu produzieren, der sich negativ auf den Zuckergehalt der
Trauben auswirken würde.
Berner Keller
Die Rebberge des Rebguts der Stadt Bern liegen am Bielersee zwischen
Ligerz und Le Landeron auf einer Kalksteinmoräne des Juras,
dem letzten Ausläufer des Chasserals über La Neuveville
und Schafis. Die Rebberge umfassen 20 Hektaren. Davon sind 12 Ha
mit Chasselas, 6 Ha mit Pinot noir und 2 Ha mit Chardonnay, Pinot
Gris und Sauvignon blanc bepflanzt. Seit 1970 besitzt das Rebgut
der Stadt Bern in der Lorettes in La Neuvenille neue Kellergebäude
mit einer modernen Kelterei. Diese wurden als Ersatz für das
Cour de Berne gebaut, in dem sich die alten Kellergebäude
befinden. Das Cour de Berne, das früher zum Kloster
Bellelay gehörte, steht seither als Caveau für Degustationen
und Empfänge zur Verfügung.
Rebbaugenossenschaft Oberhofen
Die Rebbaugenossenschaft Oberhofen wurde 1933, in den Krisenjahren,
ursprünglich als Arbeitslosenprojekt gegründet. 390 Mitglieder
zählt die Genossenschaft heute. Einige Genossenschafter helfen
jedes Jahr bei den Rebarbeiten und im Läset mit. " I de
Müüre " nennt man die Reblage oberhalb des historischen
Heidenhauses, das mit ziemlicher Bestimmtheit bereits im 15. Jahrhundert
dem Kloster Interlaken als Truelhaus diente. Die imposanten Mauern
terrassieren den Hang und speichern zudem die Sonnenwärme.
Angebaut werden Riesling x Sylvaner, Blauburgunder und Pinot gris.
Die Weine des Jahrganges 2005 wurden mit dem Vinatura-Label ausgezeichnet.
Die Oberhofner-Weine sind kontingentiert und gehen an die Genossenschafter,
an einige Restaurants in der Region, sowie an die Einwohner von
Oberhofen und der Nachbargemeinden. Die Barriques-Weine sind mehrfach
preisgekrönt.
Rebbaugenossenschaft Spiez
Der Spiezer Rebberg gehört zu den höchstgelegenen nördlich
der Alpen. Im Jahre 994 wurde der Rebbau am Thunersee erstmals erwähnt.
Zusammen mit den damaligen schwierigen klimatischen Bedingungen
waren die Weine wohl kaum ein Genussmittel. Zur Jahrhundertwende
wurde der Weinbau in Spiez aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.
Im Jahre 1927 scharte Hans Barben einige Gleichgesinnte um sich
und begann 1928 mit der Bepflanzung einer Parzelle mit der Neuzüchtung
Riesling x Sylvaner. Die Rebfreunde gründeten einen Verein,
der in den folgenden Jahren stetig an der Vergrösserung des
Rebberges arbeitete. 1942 wurde der Verein in eine Genossenschaft
umgewandelt. Zwischen 90 und 100 Genossenschafter stehen hinter
dem Gedanken einer sinnvollen Bewirtschaftung des wieder blühenden
Rebbaus in Spiez.
 |
NEUENBURG |
Die Rebhänge erstrecken sich vom Neuenburgersee bis zu den Jura-Voralpen.
Hier dominieren die Rebsorten Chasselas und Pinot Noir. Der Pinot
Noir ist die einzige rote Sorte die im AOC-Reglement erlaubt sind.
Aus dieser Sorte wird auch ein einzigartiger Roséwein mit hohem
Bekanntheitsgrad, Oeil-de-Perdrix, bereitet.
Château d'Auvernier
Dieses am Neuenburgersee gelegene Weingut vermarktet
heute die Produktion einer Rebfläche von rund 60 Hektaren.
Die Caves du Château dAuvernier besitzen eine Rebfläche
von 16 Hektaren, bebauen weitere 24 Hektaren und kaufen die Ernte
von 20 zusätzlichen Hektaren von Weinbauern ab, mit denen sie
zum Teil seit mehreren Generationen zusammen arbeiten. Leichte bis
mittelschwere Kalkböden, die zum Teil nicht sehr tief sind
- 40 bis 50 cm Boden bis zum felsigen Untergrund aber auch
sehr grosszügig sein können und der Rebe dann zwei bis
drei Meter Unterboden bieten. Geologisch gleichen diese Böden
den Burgunder Rebböden, obschon sie etwas südlicher gelegen
sind. Das Weingut profitiert von der Nähe zum See, der die
Temperaturen ausgleicht und die gegenüber ihren französischen
Verwandten um etwa 100 Meter höheren Lagen kompensiert.
Domaine Château Souaillon
Der Rebbau in Neuenburg wurde im Jahre 998 erstmals urkundlich
erwähnt. Am Fusse des Juras, auf extremem Kalkboden, gedeiht
ein Wein ausserdordentlicher Struktur und Finesse. Kultur- und Rebland
betten das 1717 erbaute Schloss Château Souaillon ein. Pierre
de Chambrier, Trésorier des preussischen Königs, hat
hier den Grundstein zu einem wunderbaren Familiensitz gelegt. Der
französische Barockgarten gehört mitunter zu den schönsten
Anlagen der Schweiz. Heute wird dieses wunderbare Kleinod als Familienbetrieb
weitergefüht. Die Liebe zu Souaillon garantiert die Qualität
im Glas.
 |
WAADT |
Der Weinbaukanton Waadt ist die zweitgrösste Anbauregion der
Schweiz. Die Waadtländer Weinbautradition entstand schon im 12.
Jahrhundert mit der Errichtung des Rebberges von Dézaley durch die
Mönche von Citeaux, die an schwindelerregenden Hängen auf kleinsten
Terrassen Rebflächen anlegten. Verschiedene Bodenbeschaffenheiten
prägen das Waadtland, die durch den subtilen Chasselas bestens in
den Weinen wieder zu finden sind. Das Waadtland unterteilt sich
in die Unterregionen Chablais, La Côte und Lavaux, doch es stehen
vielmehr die einzelnen Gemeinden wie beispielsweise Epesses, Aigle
oder Saint Saphorin im Vordergrund.
Bernard Bovy
Die Cave du Bourg de Plaît von Bernard Bovy wurde mit dem
Qualitätsgütesiegel Terravin ausgezeichnet. Das Anbaugebiet
liegt in der nahmhaften Appelation St. Saphorin im Lavaux.
Cave de la Côte
Dieser Produzent der Region La Côte wurde
mit dem Qualitätsgütesiegel Terravin ausgezeichnet. Neben
dem traditionellen Chasselas produziert die Cave de la Côte
auch spannende Rotweine, zum Beispiel die Assemblage aus Merlot-Gamaret.
Dubois Frères
In den berühmten Weinbergen des Dézaley wurden schon
vor acht Jahrhunderten Reben angebaut. Die Frères Dubois
sind stolz, diese Tradition seit vier Generationen in bester Weinbauernmanier
weiterzuführen. In den kühlen, stillen Kellern des "Petit
Versailles", welches anfangs des 19. Jahrhunderts gemäss
den goldenen Regeln der damaligen französischen Architekten
gebaut wurde, werden die Weine gekeltert. Moderne Technik beim Pressen
und Vinifizieren, verbunden mit der Heranreifung des Weins in grossen
Eichenfässern heben den Charakter und die feinen Nuancen ganz
besonders hervor.
Erich Waldvogel
"Vom Rebstock bis zur Flasche seit drei Generationen",
so lautet der Slogan des Familienunternehmens Erich Waldvogel und
Söhne. In Aigle wachsen die Reben an Hängen, überragt
von Felsen und Wäldern die sie von den Alpen trennen. Die Trauben,
durch intensive Sonneneinstrahlung begünstigt, erzeugen trockene,
kräftige und ausgeglichene Weine. Erich Waldvogel und Söhne
kellern die Ernte aus eigenen Reben an bester Lage der Gemeinden
Aigle, Yvorne und Ollon ein. Im Familienbetrieb an der Bahnhofstrasse
in Aigle werden die Trauben sorgfältig gepresst, die Weine
mit Liebe gepflegt und abgefüllt.
Albert Parisod
Das Weingut Cave Bougnol liegt im Herzen
des Lavauxgebietes, der Weinregion zwischen Lausanne und Montreux.
Der Weinkeller Cave Bougnol wurde im letzten Jahrhundert
von Robert Parisod gegründet. Ab 1945 übernahm sein Sohn
Albert Parisod die Direktion und unter seinem antreibenden Schwung
entwickelte sich das Geschäft. Seit 20 Jahren führen seine
Enkel Louis und Roland Parisod die Familientradition des Weinbauers
fort und kümmern sich um das zirka 15'000 m2 grosse Weingut.
Die prinzipiellen Aktivitäten der Weinkellerei sind die Kelterei
und Oenologie.
 |
GENF |
Auf dem Rebberg von Genf wachsen über 25 Rebsorten,
omnipräsent sind die Sorte Gamay und Chasseals. Lehmige und sandige,
manchmal aber auch kies- und kalkhaltige Böden sind für die Region
typisch. Die Rebflächen verteilen sich auf drei Gebiete: Mandement,
Entre Arve et Rhône und Entre Arve et Lac. Im Mandement finden wir
mit dem Ort Satigny die grösste Weinbaugemeinde der Schweiz.
La Cave de Genève
La Cave de Genève hat sich zum Ziel gesetzt,
Weine im Respekt vor ihrer Persönlichkeit zu erzeugen und zu
vinifizieren. Ihr Motto " Wir kultivieren die Qualität
" ist mehr als ein einfacher Slogan. Es ist Ausdruck echter
Firmenphilosophie, welche die Winzer und das ganze Team von La Cave
de Genève täglich umsetzen. Die zahlreichen nationalen
und internationalen Auszeichnungen bezeugen die Qualität unserer
Weinen. La Cave de Genève erzeugt 25% des Potenzials des
Kantons Genf, dank einer Rebfläche von 400 Hektaren, die 100
Winzern gehört. Sie hat in leistungsfähige Einrichtungen
investiert, zum Beispiel in einen pneumatischen Kelter für
ein sanftes Pressen, kleine Tanks für die Vinifizierung der
Spezialitäten und die Vergrösserung des oberirdischen
Lagerraums für "Les Découvertes des Genève".
Pierre & Jean Hutin
Pierre & Jean Hutin sind die stolzen Besitzer
der Domaines les Hutin in Dardagny. Das vorzügliche Terroir
der Gemeinde Dardagny umfasst 852 ha. Neben den traditionellen Weinen
wie Gamay und Gamaret kultivieren Pierre und Jean auch moderne Sorten
wie der Sauvignon Blanc oder Merlot.
 |
WALLIS |
Das Wallis, das grösste Weinanbaugebiet
der Schweiz, bietet eine breite Geschmackspalette. Auf 100 km Länge
und 5'200 ha findet man entlang der Rhone eine einzigartige klimatische
und geologische Vielfalt. Das Wallis ist mit über 50 verschienden
Rebsorten, darunter viele Spezialitäten und autochtone Rebsorten,
ein Paradies für den Liebhaber. Ein trockenes und sonniges
Klima ergänzt durch den warmen Talwind bringt orginelle und
komplexe Weine. Neben den traditionellen Weinen wie Fendant und
Dôle, ist das Wallis auch berühmt für seine Pinot
Noir, Spätlesen und den einmaligen Heida. Die innovativen Winzer
des Weindorfes Salgesch haben schweizweit das erste Grand Cru Reglement
geschaffen.
Adrian Mathier Nouveau Salquenen AG
Das Walliser Familienunternehmen Adrian Mathier
Nouveau Salquenen ist unser starker Partner. Der Wein ist die Lebensphilosophie
der Familie Mathier. Erlebnis, Emotionen und Genuss sind seit vier
Generationen ihr tatkräftiger Antrieb. Mehr als 150 Goldmedaillen
sind der Beweis dieses fortwährenden Qualitätsstrebens.
Innovation und Qualität standen bei Adrian
und Rosmarie Mathier stets im Vordergrund. Heute führen Sohn
Diego und seine Gattin Nadia mit neuen Ideen und der bewährten
Philosophie erfolgreich das Familienunternehmen. Einheimische sowie
internationale Rebsorten werden traditionell als auch im Eichenfass
ausgebaut. Ein Wechselspiel zwischen Tradition und Innovation mit
beständiger Qualität.
Charles Bonvin Fils
Charles Bonvin ist das älteste Walliser Weinhaus.
Als Besitzer von ideal gelegenen Rebbergen und im Genuss eines technologischen
Potentials ersten Ranges sowie der Geschicklichkeit eines kompetenten
Teams, sieht sich Charles Bonvin ganz einfach als Schöpfer
guten Weines, der zu Ihrer Freude Tradition und neuen Geist in Einklang
bringt.
 |
GRAUBÜNDEN |
Graubünden zählt mit seinen insgesamt 410 ha zu der Weinbauregion
der Ostschweiz. Klimamässig werden die Bündner Herrschaft und das
Rheintal durch den warmen Föhnwind beeinflusst. Graubünden ist berühmt
für seine ausgezeichneten Pinot Noir. Namhafte Gemeinden sind Malans,
Maienfeld, Fläsch, Jenins und Zizers.
Jakob Hutter
Im Jahre 1984 hat sich Jakob Hutter die Vorzüge der sanften
Hanglage mit den nährstoffreichen Böden aus kalkreichem
Bündner Schiefer sowie der optimalen Sonneneinstrahlung seiner
Rebberge zunutzen gemacht. Seither produziert der Kellermeister
Weine in absoluter Top-Qualität. Die zahlreichen Auszeichnungen
sind das Zeugnis der hervorragenden Arbeiten sowohl im Wingert als
auch im Keller. Grosszügige Kelleranlagen und ein moderner
Maschinenpark garantieren eine optimale Produktion und Lagerung
unserer Weine. Trotzdem wird viel Wert auf Althergebrachtes gelegt:
Der Ausbau der Rotweine erfolgt ausschliesslich im Holzfass. Schon
sehr früh hat man sich für die ökologische Produktion
entschieden. Unter Einhaltung strenger Vorschriften wird unter dem
ökologischen Leistungsnachweiss (ÖLN) produziert. ÖLN-Produktion
bedeutet, den Lebensraum Rebberg schützen, fördern und
pflegen, auf Bodenfruchtbarkeit, sauberes Wasser und auf eine gesunde
intakte Umwelt achten.
Emil Nüesch
Seit 1834 wächst Wissen und Erfahrung der Nüesch Weine
in Balgach kontinuierlich. Von Weinlese zu Weinlese, von Jahrgang
zu Jahrgang. Es entstehen Weine in Eigenproduktionen unter höchsten
Qualitätskriterien. Es ist eine Leidenschaft, einzigartige
Weine aus sorgfältig gepflegten Reben hervorzubringen. Natürlich
ist der Oenologe stolz auf seine wissenschaftlich fundierten Kenntnisse
zur Weinbereitung. Klar, dass die neue Technologien ausprobieret
und in die Produktion eingebracht werden. Und trotzdem tragen noch
weitere Faktoren zur Weinqualität bei. Die Natur und der Rebmeister.
Die richtige Balance aus Tradition und modernem Know-how zu finden,
ist eine grosse Herausforderung.
Markus Stäger
Markus und Karin Stäger sind erfolgreiche Jungwinzer
in Maienfeld. Die vorzügliche Qualität deren Weine ist
dank des günstigen Klimas, der qualitätsbewussten Pflege
der Rebberge sowie der fachkundigen Kellerarbeit begründet.
Der kalkhaltige, durchlässige Boden am Fusse des Falknis, die
gute Sonneneinstrahlung auf das Rebgebiet sowie der Föhn ermöglichen
die Produktion von Spitzenweinen.
 |
TESSIN |
Im Süden der Alpen befindet sich das Land des
Merlot. Der Kanton Tessin gliedert sich in zwei Teile, nämlich
Sopraceneri und Sottoceneri. Die Bodenbeschaffenheit ist hauptsächlich
kristallin mit Gneis und Granit, leicht und sandig. Das mediterran
beeinflusste Klima sowie die terassenförmigen Hügel sind besonders
günstige Bedingungen für diese Rotweinsorte. Diese Sorte stammt
ursprünglich aus dem Bordeaux, hat aber im Tessin eine zweite Heimat
gefunden. Eine besondere Spezialität ist auch der aus derselben
Rebsorte weiss gekelterte Merlot.
Guido Brivio
Guido Brivio ist Önologe und hat eine solide
französische und amerikanische Berufsausbildung hinter sich.
Durch eine langjährige, familiäre Tradition im Weinhandel
motiviert, hatte er Ende der achtziger Jahre Gelegenheit, einen
alten Weinkeller zu kaufen, der seit langer Zeit auf der Produktion
von Tessiner Weinen gründete. Der Weinbereitungskeller wurde
vollständig erneuert, wobei eine avantgardistische, önologische
Technologie angewandt wurde und von Jahr zu Jahr sämtliche
Apparaturen zur Weinherstellung erneuert wurden. Guido Brivio hat
der Lagerung und der Verfeinerung seiner eigenen Weine immer grosse
Bedeutung beigemessen. Die Hölzer der Barriques werden mit
ausserordentlicher Sorgfalt ausgewählt. In Zusammenarbeit mit
spezialisierten Technikern, wird jedes Jahr der auf der Alterung
und dem Brennen der Hölzer gründenden Forschung Raum gegeben.
Dies hat gestattet, jene echte Harmonie zwischen Rohmaterial und
Holz zu schaffen, wodurch die Voraussetzungen für die Erzeugung
eines grossen Weines gegeben sind. Die Weine werden nach dem Abfüllen
in den im Felsen des Monte Generoso gehauenen Kellern verfeinert,
wo die Dunkelheit, die Stille und eine gute Temperatur die perfekte
Lagerung dieser kleinen Meisterwerke gestatten. Ein ganz besonderer
Merlot ist der Quattromani, ein Gemeinschaftswerk von Guido Brivio
und drei weiteren nahmhaften Tessiner Winzern.
Cantina Sociale Mendrisio
Die Cantina Sociale wurde 1949 gegründet. Viele kleine Rebbauern
in Mendrisio pflegen seit Generationen leidenschaftlich ihre Reben,
aber ihnen fehlen das Wissen und die Einrichtungen um den Wein selber
zu vinifizieren. So verkaufen sie die Trauben an das Kooperativ
Cantina Sociale Mendrisio, welches einen Grossteil der lokalen Produktion
ausmacht.
Carlevaro SA
Das Weingut Carlevaro liegt in Molinazzo, nördlich
von Bellinzona. Das Haus wurde im Jahre 1963 vom Önologen Gian
Piero Carlevaro gegründet. Von Beginn weg hat das Weingut immer
wieder neue Investitionen tätigen können, um die Qualität
stetig verbessern zu können. In den letzten Jahren wurde beispielsweise
in einen neuen Weinkeller, eine verbesserte Abfüllanlage und
einen Barriquekeller investiert. Gian Piero Carlevaro widmete sich
schon immer leidenschaftlich der Kunst Weine mit Tradition und gleichzeitig
modernem Charakter zu schaffen.
Matasci Tenero
Die Firma Matasci hat ihren Sitz seit 1921 in Tenero,
im Herzen der idyllischen Talmulde der sonnenverwöhnten und
traubenbeladenen Locarneser Hügel mit Blick auf den Lago Maggiore.
Als Pionier der gesunden Weinherstellung eroberte Matasci 1964 den
Markt mit dem Selezione dOttobre, welcher den weichen und
delikaten Merlot verkörpert, der noch heute den Stil der Matasci-Produktion
auszeichnet. Obwohl die Firma Matasci keine eigenen Weinberge bewirtschaftet,
ist sie der grösste Merlot-Hersteller des Sopraceneri. Sie
unterhält einen engen Kontakt zu ihren 1200 Weinbauern, von
denen sie jedes Jahr die verschiedenen Traubensorten kauft, um diese
dann im eigenen Betrieb zu verarbeiten. Im Kellereigebäude
mit einer Fläche von 13000 m2 wird rund ein Fünftel
der gesamten Traubenernte des Kantons Tessin in die begehrten Tropfen
verwandelt. Die zu Rot-, Weiss- und Roséwein verarbeitete
Merlot - Traube stellt den Hauptanteil der Produktion dar, gefolgt
von den Bondola - und Americana - Trauben. Das Matasci-Sortiment
umfasst auch füllige und zum Lagern geeignete Weine, die in
Übereinstimmung mit der Philosophie des Hauses jedoch immer
dem Anspruch der Eleganz und Raffinesse entsprechen.
|